Sie sind hier:
//Fragen

Fragen

Artikelnummer: 1022 Kategorie:

Beschreibung

ALLGEMEINE FRAGEN        

 zu: ->Fragen für Selbständige   ->weitere Fragen: www.jobrad.org/faq

Was bedeutet Leasing und warum ist es günstiger?
Leasing ist eine Sonderform der Miete. Im Fall von JobRad für Arbeitnehmer ist der Arbeitgeber der Leasingnehmer und zahlt die monatlichen Raten. Der Mitarbeiter entscheidet sich, einen Teil seines Gehaltsanspruchs in einen Sachbezug umzuwandeln. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Allerdings ist der sog. geldwerte Vorteil für das Dienstfahrzeug (1 % der unverbindlichen Preisempfehlung) zum versteuernden Gehalt wieder hinzuzufügen. In der Summe spart der Mitarbeiter beim Leasing im Vergleich zum Kauf in der Regel zwischen 20 % und 40 %.

Was ist eine Gehaltsumwandlung?
Bei der Gehaltsumwandlung entscheidet der Mitarbeiter, einen Teil seines vertraglichen Arbeitsentgelts nicht in bar, sondern als Sachbezug für den Zeitraum der Überlassung des Leasinggegenstandes (JobRad) zu erhalten. Da der Sachlohn steuerlich aber nicht mit der kompletten Leasingrate, sondern pauschal nach der sogenannten 1 %-Regel bewertet wird, entsteht ein deutlicher Steuervorteil, der die Umwandlung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer attraktiv macht. Diese Gehaltsumwandlung ist im Pkw-Bereich seit vielen Jahren üblich, bei Fahrrädern erst, seit es JobRad gibt.

Was ist die 1 %-Regel?
Mit “1 %-Regel” wird oft die Anwendung des § 8 Absatz 2 Satz 2 EStG umschrieben. Der Arbeitgeber stellt einem Arbeitnehmer einen Dienstwagen zur Verfügung. Dieser spart sich damit den Kauf eines eigenen Autos, muss aber den geldwerten Vorteil, der ihm durch die Bereitstellung des Dienstwagens entsteht, mit einem Prozent des Brutto-Listenpreises monatlich versteuern.

Bei JobRad geschieht dasselbe mit dem Dienstfahrrad – oder Dienst-Pedelec oder Dienst-E-Bike, geregelt durch den Erlass der Finanzminister der Länder vom November 2012.

Welche Kosten kommen auf das Unternehmen zu?
Für Arbeitgeber ist JobRad kostenneutral umsetzbar. Es entsteht lediglich ein geringer Verwaltungsaufwand. Dieser wird durch die Einsparung bei den Arbeitgeber-Sozialabgaben in der Regel mehr als kompensiert.

Kann ich das Dienstrad auch online leasen?
Nein. Das Bike-Leasing über Jobrad ist ausschließlich vor Ort möglich.

Welche Fahrräder kann ich leasen?
Du hast die Wahl: Egal, ob Stadt- oder Tourenrad, Mountainbike, Rennrad oder E-Bike.

Gibt es einen Mindestbestellwert?
Da jede Bestellung einen Verwaltungsaufwand mit sich bringt, gilt ein Mindestwert von 749 € inkl. MwSt. bei JobRad. Über JobRad für Selbstständige kann man Räder ab einem Verkaufspreis von 1.499 € inkl. MwSt. leasen.

Bitte beachte: Dem Arbeitgeber steht es beim Leasing frei, die Auswahl einzuschränken, zum Beispiel auf bestimmte Typen oder einen Maximalpreis.

Darf ich das Fahrrad auch privat nützen?
Ja! Dein JobRad darfst du sowohl betrieblich wie privat fahren. Es ist keine Mindestnutzung z.B. für den Arbeitsweg vorgeschrieben. Allerdings kann der Arbeitgeber, wenn er es wünscht, Vorgaben machen.

Was beinhaltet der Überlassungsvertrag?
Damit der Arbeitnehmer dein Arbeitsrad steuerbegünstigt nutzen kann, muss der Arbeitgeber im Außenverhältnis Vertragspartner und somit der Leasingnehmer sein. Der Arbeitgeber schließt dann intern mit dir eine Ergänzung zum bestehenden Arbeitsvertrag in Form eines Überlassungsvertrags zu dem gewählten Fahrrad. In diesem Überlassungsvertrag regeln Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Bedingungen für die JobRad-Nutzung und vereinbaren unter anderem die monatliche Gehaltsumwandlung.

Welche Laufzeiten sind möglich?
Bei E-Bikes ebenso wie bei normalen Fahrrädern beträgt die Leasing-Laufzeit im JobRad-Modell grundsätzlich 36 Monate. Der Restwert beträgt immer 10 % des Kaufwertes.

Was passiert mit dem Rad am Ende der Leasinglaufzeit?
Zwei Monate vor Vertragsende wirst sowohl du als auch der Arbeitgeber von JobRad angeschrieben. JobRad beabsichtigt dir zum Ende der Laufzeit ein Angebot zum Kauf des Rades zum kalkulierten Restwert von 10 % des Kaufpreises zu machen. Dieses Kaufangebot ist allerdings nicht verbindlich, weil dies den Bestimmungen der Leasingerlasse der Finanzverwaltung widersprechen würde.Willst du das Fahrrad nach Ablauf von 36 Monaten nicht erwerben, nimmt JobRad das Rad – nach vorheriger Prüfung – zurück. Die Kosten für den Rücktransport und eventuell anfallende Instandhaltungskosten übernimmt der Arbeitnehmer.

Was passiert, wenn ich das Unternehmen vor Ablauf der Leasinglaufzeit verlasse?
Die Leasinglaufzeit bei JobRad beträgt immer 36 Monate. 
Kündigst du dein Arbeitsverhältnis vor Ablauf des Leasingzeitraums, endet damit die Überlassung des JobRads. Du bist in diesem Fall verpflichtet, dem Arbeitgeber den Schaden zu ersetzen, der sich aus der vorzeitigen Auflösung des Vertrags ergibt. Dies geschieht typischerweise durch Privatkauf des Rades zum Ablösepreis, d.h. der ausstehenden Leasingraten und des kalkulierten Restwerts. Solltest du das Rad nicht behalten wollen, kannst du auch lediglich die ausstehenden Raten begleichen.
Endet das Arbeitsverhältnis aus Gründen, die du nicht zu vertreten hast – zum Beispiel, wenn dir gekündigt wird –, bist du verpflichtet, das JobRad an den Arbeitgeber zu übergeben. Auf Wunsch wird dir von JobRad ein Übernahmeangebot für das Fahrrad gemacht.

Benötige ich eine Versicherung?
Ja! Beim Leasing gilt das Leasingobjekt als Sicherheit für die Finanzierung, deshalb muss ein Dienstrad gegen Diebstahl und Totalschaden versichert sein. Hausratversicherungen decken im Allgemeinen das Eigentum des Versicherten ab, aber nicht so genannte überlassene Gegenstände (darunter fallen Leasingobjekte wie ein Dienstfahrrad). Deshalb bietet JobRad eine Vollkaskoversicherung an, die passgenau auf die Bedürfnisse von JobRadlern zugeschnitten ist.
Ein Sonderfall sind E-Bikes und S-Pedelecs mit Nummernschild. Rechtlich gelten sie als Kraftfahrzeuge. Das bedeutet: E-Bikes und S-Pedelecs müssen haftpflichtversichert sein. Leider kann JobRad dir für diesen Fall keine passende Versicherung anbieten. Deshalb wird empfohlen, selbst die notwendige Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung abzuschließen. Eine solche Versicherung ist von verschiedenen Anbietern erhältlich.

JOBRAD FÜR SELBSTSTÄNDIGE

Was ist JobRad für Selbstständige?
JobRad für Selbstständige ist ein Dienstfahrrad-Konzept für Selbstständige, Unternehmen, Kommunen, Freiberufler und Gewerbetreibende auf Leasingbasis. Hierbei können beliebe Fahrräder oder E-Bikes (ab einem Gesamtrechnungspreis von 1499,-€) unkompliziert und kostensparend geleast werden.

Warum ist das günstiger?
Bei JobRad für Selbstständige spart der Leasingkunde dadurch, dass die monatliche Leasingrate direkt als Betriebsausgabe steuerlich geltend gemacht werden kann. Damit das Rad als Betriebsausgabe absetzbar ist, muss es zu mind. 50 % betrieblich genutzt werden. Das Rad muss weder in der Bilanz aktiviert noch abgeschrieben werden.

Darf man das Rad auch privat nutzen?
Ja, das Bike darf sowohl für den betrieblichen als auch für den privaten Gebrauch genutzt werden. Es ist keine Mindestnutzung z.B. für den Arbeitsweg vorgeschrieben. Bei privater Nutzung muss 1 % des UVP als geldwerter Vorteil versteuert werden.

Welche Laufzeiten und Restwerte sind möglich?
Analog zum Leasing für Arbeitnehmer beträgt die Laufzeit grundsätzlich 36 Monate. Der Restwert beträgt immer 10 % des Kaufpreises.

Was passiert am Ende der Laufzeit?
Die Leasingverträge von JobRad sind Verträge mit sog. Andienungsrecht, d.h. der Leasingnehmer hat am Ende der Laufzeit die Pflicht, das Leasingobjekt, also das Fahrrad oder E-Bike, zum vereinbarten Restwert von 10 % zu kaufen, wenn der Leasinggeber ihm dieses andient. Es kann im Anschluss auch gleich ein neuer Leasingvertrag geschlossen werden und das Fahrrad z.B. verkauft werden.